Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt Klaus Ruppert

Mit einer sachgerechten Eigenorganisation fängt der konsequente Umgang mit Schuldnern an. Es muss darauf geachtet werden, dass der Unternehmer zeitnah fakturiert und entsprechend verfolgt. Ein dafür geschulter Mitarbeiter sollte den Zahlungseingang kontrollieren und bei verspätetem Eingang umgehend nachfassen.

Ein fixes Zahlungsziel sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Der Kunde kann dadurch zum schnellen und pünktlichen Bezahlen gebracht werden, indem man diesem Skonto oder Bankeinzug anbietet. Soll ein Neukunde im Endverbraucherbereich beliefert werden, so sollte man auf Barzahlung bestehen oder zumindest auf eine Anzahlung. Handelt es sich um einen gewerblichen Kunden, sollte ein verlängerter Eigentumsvorbehalt mit Verarbeitungsklausel vereinbart werden. Mithilfe dieser Regelung bleibt die gelieferte und möglicherweise verarbeitete Ware bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Lieferanten. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kunden geht die Ware nicht in der Konkursmasse unter. Das Mahnwesen sollte so gestaltet sein, dass maximal drei Mahnungen mit festen Mahnzyklen verschickt werden. Reagiert der Kunde hierauf nicht, ist umgehend ein Rechtsanwalt einzuschalten. Dessen Kosten trägt der Schuldner. Damit haben Sie keinen Aufwand mit der „Beitreibung“.

Bei uns können Sie sogar online die Forderungen eingeben, wir treiben sie für Sie ein! Ein Unternehmen muss unbedingt darauf achten, dass die Reklamationen minimiert und Ihnen sofort nachgegangen wird. Sobald Mängel angemeldet werden, sind diese durch Nachbesserung abzustellen. Dies ist dann besonders wichtig, wenn das Vorschieben von Mängeln dazu genutzt wird, die Rechnung nicht zu bezahlen. Ein bewährtes Mittel um Ausfälle zu vermindern sind Abschlagszahlungen. Ein rechtlicher Anspruch auf Abschlagszahlungen besteht nach der bisherigen Regelung im BGB erst nach Ausführung einer Teilleistung, aber vereinbaren können Sie sie immer. Nach Einführung des Forderungssicherungsgesetzes (§ 632a Abs. 1 BGB) darf jetzt auch eine Abschlagszahlung verlangt werden, wenn der Auftraggeber einen Wertzuwachs erlangt hat.