Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwältin Bettina Bauch

Die Faschingszeit ist da und mit ihr die närrische Freude, es wird geschunkelt, gelacht, getanzt und….getrunken! Manch Feierwütiger erlebt auf dem Heimweg dann die böse Überraschung – es blitzt gar hell und nicht bald darauf flattert die passende Post ins Haus. Weil die 5. Jahreszeit auch die Zeit der verstärkten Alkoholkontrollen ist, hier ein kurzer Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen:

Alkohol am Steuer als Straftat:

Ab 1,1 ‰ liegt die absolute Fahruntüchtigkeit vor.

Hier drohen Geldstrafen bis hin zu einer Freiheitsstrafe und der Entzug der Fahrerlaubnis.

Der Nachweis erfolgt durch Untersuchung einer Blutentnahme, welche zur Not mit dem Einsatz von Gewalt durchgesetzt werden kann.

Ein Beispielsfall:

Max Mustermann wird (als Ersttäter) Schlangenlinien fahrend angehalten. Seine Blutprobe ergibt einen Wert von 1,62 ‰. Was erwartet ihn?

  • Geldstrafe von Ø 40 Tagessätzen; also mehr als einem Monatseinkommen
  • Führerscheinsperre ca. 9-12Monate
  • 3 Punkte im FAER in Flensburg, die bleiben 10 Jahre eingetragen!
  • medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

Auch als Fahrradfahrer kann man wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt werden und seinen Führerschein verlieren!

Alkohol am Steuer als Verkehrsordnungswidrigkeit:

Ab 0,5 ‰ oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l oder mehr drohen Bußgelder von € 500,- EUR bis € 1.500,- und ein Fahrverbot von einem bis drei Monate.

Der Nachweis erfolgt mit dem –gerichtsverwertbaren- Messgerät Dräger Alcotest 7110 Evidential.