Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwältin und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Dagmar Steidl

Vor genau einem Jahr hat der BGH letztinstanzlich einen Fall von Rechtsanwältin Steidl zu Gunsten ihrer Mandantin entschieden: Wegen der Verletzung von Aufklärungspflichten bzgl. der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds erhielt die Mandantin eine Erstattung von 23.000 EUR; den Bericht der Wetterauer Zeitung finden Sie hier.

Was hat sich seither getan?

Auf Bankenseite bislang nichts: Rechtsanwältin Steidl bekommt aktuell noch immer die gleichen Standardargumente von der Bank zu hören: So soll im Jahr 2008 noch nicht absehbar gewesen sein, dass sich ein Ausfallrisiko tatsächlich verwirklichen könne. Und das obwohl der BGH diesem Argument in der o.g. Entscheidung eine klare Absage erteilt hat. Die BGH Rechtsprechung wird hier zum Teil schlichtweg ignoriert, so der Eindruck von Rechtsanwältin Steidl.

Auf Seiten der Gerichte: Mittlerweile gibt es die ersten – allerdings noch nicht veröffentlichten – Folgeurteile nach dieser Rechtsprechung. Es bleibt daher spannend, vor allem, weil die Gerichte sich nunmehr auch intensiv mit der Frage beschäftigen müssen, ob eine evtl. zu Gunsten der Banken bestehende Verjährung wegen der Aufklärungsfehler seitens der Banken nicht durchgreift. Das letzte Wort ist hier jedenfalls noch nicht gesprochen.