Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt Klaus Ruppert, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Seniorenrecht und -medizin

Ein wegweisendes Urteil des Bundesverwaltungsgericht macht den Weg frei für eine schmerzlose Selbsttötung in, so wörtlich, „extremen Ausnahmesituationen“. Danach muss es eine Möglichkeit für schwer und unheilbar kranke Personen geben, Zugang zu einem die schmerzlose Selbsttötung ermöglichenden Betäubungsmittel zu bekommen.
Allerdings gilt dies nur, „wenn sie wegen ihrer unerträglichen Leidenssituation frei und ernsthaft entschieden haben, ihr Leben beenden zu wollen, und ihnen keine zumutbare Alternative – etwa durch einen palliativmedizinisch begleiteten Behandlungsabbruch – zur Verfügung steht“ (Pressemitteilung des BVerwG vom 02.03.2017)

Das Urteil ist zu begrüßen, ebnet es doch den Weg hin zu der Möglichkeit eines selbstbestimmten und würdevollen Lebensendes ohne Schmerzen. Das Urteil zeigt aber auch, dass die Debatte um Sterbehilfe, „selbstbestimmtes Sterben“ und die notwendige palliativmedizinische Hilfe, auch durch das neue Gesetz zur Sterbehilfe noch lange nicht beendet ist.

Die Hintergründe des vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Falles können Sie der Pressemitteilung entnehmen.